Nächste Zahlungsmethode fällt bald weg

Das Royal Panda Casino informiert soeben seine Kunden, dass ab dem 17. August 2020 keine Einzahlungen per Mastercard mehr möglich sind. Auch die Auszahlungen auf die Kreditkarte werden später eingestellt.

Die Gründe für den deutschen Markt hierfür liegen bei der Gesetzgebung und den daraus resultierenden Urteilen. Ein Beispiel?

Mit Urteil vom 21.02.2018 – Az.: 158 C 19107/17 – hat das AG München vor ca. 1 Jahr bestätigt, dass Banken bei Kreditkartenzahlungen im Zusammenhang mit illegalem Online-Glücksspiel gegen das Mitwirkungsverbot nach § 4 Abs. 1 Satz 2 2. Halbsatz GlüStV 2012 verstoßen. Folglich verlieren sie ihre Zahlungsansprüche gegen ihre Kunden.

Dieses Zitat von anwalt.de und weitere Urteile sorgen für immer mehr Aufregung auf dem Glücksspielmarkt. Blicken wir noch weiter was dahinter steckt. Im GlüStV Paragraphen heißt es:

„(4) Das Veranstalten und das Vermitteln öffentlicher Glücksspiele im Internet ist verboten.“

Zulässig sind öffentliche Glücksspiele nur, sofern sie behördlich genehmigt wurden (§ 284 StGB), was bei den Online Casinos (außer teilweise in Schleswig-Holstein) nicht der Fall ist. Ausnahmen bilden hier staatliche Lotterien oder Sportwetten.

Das führt nun dazu, dass einige Spieler mit hohen Verlusten diesen Punkt ausnutzen. Zuerst ging es über PayPal los. Enttäuschte Spieler haben einfach Verluste bei PayPal als Fall eröffnet und sich das Geld wiedergeholt. Da es trotz Mahnungen und Inkasso nie gerichtlich von PayPal verfolgt wurde, bekamen die Spieler tatsächlich das Geld zurück und die Casinos blieben auf dem Schaden sitzen. Folglich wurde PayPal als erste Zahlungsmethode nahezu komplett entfernt.

Im letzten Jahr ging es dann mit den Kreditkarten weiter. Zunächst Visa, nun auch Mastercard. Auch hier haben Spieler sich bei Verlusten auf die Gesetzgebung in Deutschland berufen. Es ist so, dass der Zahlungsdienstleister, also die Bank in Vorkasse geht und den überwiesenen Betrag dann in Rechnung stellt. Auch wenn es sofort stattfindet. Das nennt man Aufwendungsersatzanspruch. Dieses tolle Wort für die Ratewand des Glücksrads hat die Gerichte beschäftigt. Der Kasus Knaxus ist, dass der Bank kein Anspruch zusteht, wenn eine Zahlung im Zusammenhang mit einem gesetzlichen Verbot steht. Online-Glücksspiel ist in Deutschland in vielen Fällen illegal und daher muss jede Bank eigentlich zwingend Vorkehrungen treffen, dass die Zahlung gar nicht erst stattfindet.

Ebenfalls in einem Urteil (AG Leverkusen, Urteil vom 19.02.2019 – Az.: 26 C 346/18) bestätigt wurde, dass Banken sich nicht davon befreien können, Zahlungen zu prüfen, indem sie sagen, dass die Vorgänge automatisiert sind.

Diese Entwicklung, die ja weitgehend unentdeckt von uns Spielern stattfindet, sorgt für die Entscheidung der Casinos, auf Zahlungsmethoden zu verzichten. Um sich zu schützen, sperren die Kreditkartenfirmen bekannte Casinos und damit auch die Karte, sollte von dort etwas abgebucht werden.

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