Wie würde ich spielen, wenn ich die Roulette-Permanenzen ...


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Nachfolgende (mehrteilige) Geschichte stammt nicht aus meiner Hand,

aber .... sehr lesenswert

 

Wie sähe es aus?

 

Wie würde ich spielen, wenn ich die Roulette-Permanenzen

eines ganzen Jahres für alle Casinos und Spielbanken

im Voraus wüsste?

 

1. Tag – Besuch in meiner Hausspielbank

 

Gegen 21:00 Uhr verlasse ich meine Wohnung, nur bewaffnet mit meinem Permanenzzettel für diesen Tag, Ausweis und 1.000,00 Euro. Am Empfang lege ich meine Bonuskarte vor und bekomme zu meiner kostenlosen Eintrittskarte auch noch einen Getränkegutschein dazu. Gemütlich schlendere ich zu meinem Stammplatz an der Bar und nicke dem Barmann kurz zu. „Wie immer?“ fragt er ein wenig abwesend. Ich nicke erneut und überschaue das Geschehen in meinem Spielrevier. „Wenig los heute“, grummele ich, als er ein Hefeweizen vor mich hinstellt. „Ja, na vielleicht wird’s noch.“ antwortet der Barmann und wünscht mir noch viel Glück.

 

Ich weiß, Glück brauche ich heute nicht. Mein Vorteil befindet sich in der Jacketinnentasche.

 

Ich verfolge den Permanenzverlauf an Tisch 1 und wundere mich nicht über die bereits gefallenen Zahlen, ich kenne sie bereits. Mit einem freundlichen „Guten Abend“ stelle ich mich an den American Roulettetisch Nr. 1, ziehe schwerfällig einen 500 Euro Schein aus der Hosentasche und lege ihn auf das Tableau: „A Louis bitte!“ Der Tischcroupier fragt vorsichtig nach: „A Louis der Herr?“ „Ja bitte“ antworte ich knapp und schon schiebt er eine Stick rote Jetons zu mir und zählt kurz vor: „200, 400, 20, 40, 60, 80, 500 a Louis gewechselt, bitte sehr!“. Ich bedanke mich mit einem Nicken, man kennt mich hier als wortkarg. Der Tischchef schaut sichtlich gelangweilt, ist aber doch auf mein Spiel gespannt. Ich setze irgendwas, alles was mir gerade einfällt, Transversale Plein, Carré, Plein, Dutzend Kolonne. Mal gewinne ich, meistens verliere ich. Sichtlich nervös ziehe ich mein Taschentuch aus der Hose und schnäuze mich. Mein Spiel dauert nicht lange und ich habe keine Jetons mehr. Zeit für den obligatorischen Toilettenbesuch, der zu meiner Show gehört.

 

Zurück an den Tisch und rechtzeitig zum Handwechsel poltere ich los: „Hoffentlich bringen Sie mir mehr Glück als ihr Kollege!“. „Mein Herr, ich gebe mir die größte Mühe!“ antwortet der neue Croupier. „Das will ich hoffen“ und lege meinen letzten 500 Euro-Schein auf den Tisch: „A 50 bitte!“. Kurz vorgezählt schiebt der Croupier meine 10 Jetons zu mir. Ich schaue den ersten drei Coups nur zu. Der Croupier versucht, mich zum Spiel zu animieren: “Bitte das Spiel zu machen.“. Ich weiß, es kommt die „9“ und annonciere dennoch die „Große Serie“ a 50. „So ein Mist“ zische ich oskarverdächtig, als die Kugel in der „9“ landet. Ich bekomme ein emotionsloses „Schade“ zu hören, „Du kannst mich mal mit deinem ‚Schade’.“ denke ich. Den letzten 50er Jeton wechsle ich nun in Zweier-Jetons um und spiele unmotiviert und wie ein echter Verlierer irgendwelche Kolonnenspiele. Erwartungsgemäß verliere ich und in meiner Hand halte ich nur noch drei Jetons.

 

Ich bestelle ein zweites Hefeweizen und bezahle mit zwei Jetons. „Das ist mein Glücksjeton, der letzte meiner 1.000,- Euro“ verkünde ich lauthals am Tisch und lege ihn auf die „29“. Der Croupier schaut mich mitleidig an, schon oft hat er dieses Schauspiel erlebt und er erwartet, dass ich kurz darauf wie ein begossener Pudel die Spielbank verlasse. Er dreht an, wirft die Kugel ein und die Kugel beginnt ihren Lauf. Wie der Croupier es erwartet, wende ich mich vom Geschehen am Tisch ab und blicke gebetsartig zur Decke. Ich spiele mein Spiel, hier ist meine Bühne. Die Kugel beginnt zu klackern, kollidiert mit einer Raute und fällt in die „3“. Sie hat aber genug Schwung und springt aus dem Fach heraus und landet wenige Fächer weiter in der „29“. Ich sehe es dem Croupier an „Noch mal Glück gehabt“ denkt er. Nein mein Freund, es war kein Glück. Der Croupier zahlt die unteren Chancen aus und schiebt mir 35 Jetons zu: „Ein Plein a Zwo, 35 Stücke, 70“. „Der Einsatz ist für Sie und bitte alles a Fünf“ ist meine kurze Antwort. Ich bekomme meine 14 Stücke a Fünf und setze die „Kleine Serie“ doppelt aus und zwei Stücke auf die Transversale Plein „10-11-12“, denn ich weiß, jetzt fällt die 11. Der Tischchef ist mit meinem Satz nicht einverstanden, ich sehe es ihm an, aber ich spiele mein Spiel mit der Bank. Es fällt die „11“ und ich bin mit 280 Euro Gewinn dabei. Ich tue überrascht und gebe großzügig zwei Stücke in den Tronc, bemerke aber am Tisch, dass ich noch ziemlich weit hinten liege. Jetzt sollte die „21“ kommen und ich annonciere: “Finale 1 a 10 bitte“. Meine Annonce wird wiederholt und der Croupier legt jeweils zwei Stücke auf die „1“, „11“, „21“ und die „31“. Die Kugel rollt und landet schließlich mit einem satten Klack in der „21“. Ich bekomme meinen Gewinn vorgezählt: „Ein Plein a 10, 35 Stücke, 350.“ Ich gebe ein Gewinnstück in den Tronc und lasse mir alle bisherigen Gewinne in Louis wechseln. „Jetzt brauch ich ne Pause.“ bemerke ich am Tisch, schnappe mir mein Hefeweizen und schlendere zurück an die Bar.

 

Geduldig warte ich ab, bis der Croupier seine Schicht hat, bei dem ich mit meinem Spiel begann. Gegen 23:00 Uhr ist es soweit – Handwechsel. Ich werfe einen kurzen Blick auf meinen Permanenzzettel und wechsele an den Tisch. Der Croupier erkennt mich und erwartet meinen Einsatz. Ich weiß, er wirft die „23“. Ich lege vier Louis auf die 23 und ergänze die umliegenden vier Chevals mit jeweils sechs Louis-Stücke. Am Tisch regt sich erste Aufmerksamkeit, so hoch wird hier normalerweise nicht gesetzt. Der Croupier dreht langsam den Kessel und wirft die Kugel ein. Irgendwie rattert die Kugel seltsam, sie läuft nicht rund und stabilisiert sich erst gegen Ende ihres Laufes. Die Kugel hat unterwegs soviel Energie verloren, dass sie fast senkrecht in den Kessel hineinstürzt. „23, Rot, Impair, Passe“ verkündet der Croupier und freut sich auf ein sattes Trinkgeld. Er zahlt die Einfachen Chancen aus, die Drittelchancen werden bezahlt und dann bin ich an der Reihe: „Ein Plein a 80, vier Cheval a 120, 10.960, alles groß der Herr?“. „300 auf die 37.“, antworte ich und ein lakaienhafter Dank erreicht mich. Ich habe die Situation im Griff und weiß, Doppelschlag auf die „23“. Darum lasse ich den Croupier auf Maximum erhöhen: „Zweihundert auf die „23“ und jeweils Vierhundert auf die Chevals „22/23“, „23/24“, „20/23“ und „23/26“.“ Der Croupier blickt fragend zum Tischchef und der presst heraus: „Nehmen Sie die Annonce an“. Fasziniert schauen die übrigen Gäste auf den Tisch, ein Nachspieler fasst sich den Mut und spielt a 10 auf die „Kleine Serie“. Der Croupier dreht an und wirft ungewöhnlich scharf die Kugel ein. Nach fast unendlich langen zwanzig Runden senkt sich die Kugel in Richtung Kessel, springt über den Zahlenkranz hinweg und legt noch mal fast zwei Runden auf dem Teller zurück. Die Kugel entschließt sich, im Fach mit der Nummer „23“ ihren Lauf zu beenden. Bingo! Ich verzichte auf die erforderliche Nachlage und lasse den Finanzbeamten meinen Gewinn in Höhe von 34.200,- Euro ordentlich protokollieren. Die Einsätze gebe ich in den Tronc, immerhin 1.800,- Euro gab es für die Angestellten. Zum Schluss schnappe ich mir vier Platten und verkünde arrogant am Tisch: “Jetzt gebe ich Ihnen die Chance, sich einen Teil des Geldes zurückzuholen.“ Der Croupier dreht und ich lege zwei Platten auf Impair und zwei Platten auf Manque aus. Es fällt die „1“, ich ziehe meinen Gewinn und den Einsatz ab und verlasse den Spieltisch in Richtung Kasse. 2.000,- Euro lasse ich mir auszahlen und den Rest auf mein Konto überweisen. Zur Erinnerung an diesen Abend stopfe ich mir eine Platte a 1.000 in meine Sakkotasche. Am Empfang lass ich mir noch ein Taxi rufen und kurz bevor ich gehe, fragt mich der Saalchef, ob ich die Spielbank bald wieder besuche. Keine Sorge denke ich, morgen werde ich eine andere Spielbank beehren, aber ich komme wieder.

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2. Tag

Ich habe herrlich geschlafen und mir ein ausgedehntes Frühstück gegönnt. Nun wird es Zeit, meinem Chef zu verklickern, dass ich das nächste Jahr nur noch halbtags arbeiten werde. Er fand meine Idee nicht so toll und würde es sich überlegen. Ich überlege natürlich auch, aber in einem Jahr ist meine Gewinnerkarriere vorbei und warum soll ich mir eine Chance selber verbauen? Zudem bin ich hin und hergerissen, warum nicht einfach jeden Tag ein anderes Casino besuchen und das Maximale rausholen, frage ich mich. Nein, das würde mir keine Freude bereiten, denn ich möchte ja MIT dem Casino spielen und nicht nur IM Casino. Außerdem, mein Spiel wäre durchschaubar und warum sollte ich eine Spielsperre riskieren. Die Gewinne unterhalb der Schmerzgrenze einer Spielbank sind mein Ziel und mein Spielergebnis muss zufällig aussehen. Meine Maximum-Abschiedstour kann ich immer noch durchziehen.

Gedacht – getan und eingestiegen ins Auto geht es über die BAB 2 nach Potsdam. Nach knappen zwei Stunden erreiche ich mein Ziel. Auch heute bin ich präpariert mit meinem Schummelzettel. Die Permanenzen auswendig lernen, das wäre mir zu aufwändig. Aha, heute werden drei Tische geöffnet, gut so. Im Treppenaufgang in die obere Etage der Potsdamer Spielbank umgibt mich ein Gefühl unendlicher Leichtigkeit. Es ist früher Abend und dennoch erwartet mich ein emsiges Treiben in der Spielbank. Ich frage mich, in welche Rolle schlüpfe ich heute? Will ich ein Sputnik sein, der augenscheinlich gehetzt zwischen den Spieltischen pendelt oder gebe ich mich als Permanenztüftler aus, der umfangreiche Berechnungen anstellt, um sich dann für eine Einfache Chance zu entscheiden? Vieles ist denkbar und um mir die Entscheidung zu erleichtern, suche ich das Café zwischen beiden Spielsälen auf und bestelle mir ein leckeres Duckstein. Ich habe mich entschieden, am Empfang gab es Glücksjetons die ich jedoch nur auf Plein verspielen darf. Ich nähere mich dem ersten Tisch und warte, bis der Croupier abwirft. Kurz nach der Absage platziere ich meinen Glücksjeton auf die „34“. Der Tischchef entgegnet mir freundlich aber bestimmt: „Bitte nicht so spät setzen der Herr!“ Ich gucke unschuldig, als ob ich ihn nicht verstanden hätte und wende mich einem anderen Tisch zu. Natürlich fällt die „34“ und ich strecke meinen Hals in Richtung meines Glücksjetons. Als ich meinen Gewinn entgegennehme, entschuldige ich mich noch mal: „Zwei Stücke für Sie und es tut mir leid, aber meine Intuition für diesen Satz hatte ich erst sehr spät.“ Zufrieden nickt der Tischchef und ich trolle mich.

Am BlackJack-Tisch schaue ich den anderen Spielern zu und checke meinen Permanenzzettel. Ah bei Tisch 3 läuft jetzt eine längere Schwarz-Serie, es wird Zeit für ein zünftiges Paroli-Spiel. Gerade noch rechtzeitig schaffe ich es, meinen Jeton zu platzieren. „11, Schwarz, Impair, Manque.“ Verkündet der Croupier und bezahlt mich. Ich lasse stehen und nehme auf einem der Hocker platz, die ein wenig entfernt vom Tisch stehen. Nachdem noch sechsmal Schwarz kam, blickt sich der Tischchef um, als suche er den Besitzer des Jetonstapels. „Na freundlich sind sie zumindest hier, machen sich Sorgen um die Gewinne des Spielers!“ denke ich, aber ich weiß auch, dass der Croupier noch viermal Schwarz treffen wird. Ich genieße das Schauspiel und es kommt die „29“ und danach die „28“. Der Tschchef läutet nach dem Saalchef und deutet auf meinen Jetonstapel, mittlerweile liegen hier Jetons im Wert von 2.560,- Euro. Der Saalchef winkt ab und lässt abdrehen, es kommt die „24“. Nun befiehlt der Saalchef einen Handwechsel. Innerlich grinsend verfolge ich das Schauspiel und überlege, ob ich nicht noch zusätzlich Plein a Maximum belegen sollte, verwerfe aber den Gedanken. Schließlich bin ich gerade in die Rolle eines EC-Spielers geschlüpft. Auch der neue Croupier muss die „35“ drehen, so steht es auf meinem Permanenzzettel. Der Croupier dreht an und verfolgt nach seiner Absage den Kugelverlauf. Eigentlich darf er das nicht, denke ich mir, denn schließlich muss er das Tableau überwachen und unzulässige Sätze abwehren. Klack, klackklackklackklack, „35“ zeigt die Permanenzanzeige an. Jetzt stehe ich auf, denn nun muss ich reagieren. Nicht nur, weil jetzt die Schwarz-Serie abreißen wird, nein, auch weil ich das Tischmaximum auf EC erreicht habe. Ich ziehe meinen Gewinn ab und beobachte nur noch, wie andere Spieler Schwarz mit ihren Einsätzen zupflastern. Ich weiß es besser, es kommt nämlich die „7“. Der Croupier wechselt die Drehrichtung und wirft die Kugel ein. Nach einer Kugelrunde platziere ich eine 5.000,- Platte auf Rot. Sofort setzt Tumult am Tisch ein, alle wollen ihre Schwarz-Einsätze nun auf das rote Feld verschieben. Ich achte nur auf meine Platte, man weiß ja nie. Der Croupier sagt ab und ich seh den Leuten um mich herum die Angst an, ob sie wohl verlieren. „7, Rot, Impair, Manque, nichts aus den Annoncen“ fast betonungslos sagt der Croupier die gefallene Zahl an.

„Rot bezahlt“ ist mein Pausensignal und ich begebe mich zum Cafe und bestelle einen Haussalat, schließlich geht der ja aufs Haus. Frech grinse ich in mich hinein. Mit einem erfolgreichen EC-Spiel hat meine Spielweise gar nichts gemein. Es gibt kein erfolgreiches Systemspiel. Ich werde nach meiner Bestellung auf mein System angesprochen und muss mir mein Lachen verkneifen. Da ich aber jahrelang in den einschlägigen Internetforen unterwegs war, fallen mir die passenden Begründungen natürlich ein: „Die Schwarz-Serie war fällig, schauen Sie sich doch bitte mal den Vorlauf an, verstehen Sie etwas von Sigma-Grenzen? Nein? Informieren Sie sich doch bitte, es hilft ehrlich! ich kann Ihnen mein Spiel nicht erklären, aber es beruht auf Spiegelungen“ Die Wahrheit sieht anders aus, aber die Leute wollen genau das von mir hören. Einen pathologischen Spieler kannst du nicht helfen, denke ich mir. Außerdem muss ich an meine Fassade denken.

 

An diesem Abend setze ich nur noch dreimal, wenn auch in entsprechender Stückgröße. Irgendwann nervt der Tross der Nachspieler nur und ich mache mich auf den Heimweg. 30.000,- Euro sind genug Gage für meine schauspielerische Leistung. Höhere Gagen gibt es in größeren Häusern tröste ich mich, trete das Gaspedal durch und gleite in Richtung Heimat.

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3. Tag – Der BlackJackCrack

 

Über Nacht hatte ich eine Idee, die mich auch tagsüber im Büro nicht mehr losgelassen hat. Ich bereite mich auf meinen Auftritt vor und nehme heute den Permanenzzettel für die Spielbank Berlin mit. Meinen Wagen muss ich allerdings noch volltanken, die Vollgasorgie gestern Nacht auf meinem Heimweg hat Spuren im Tank hinterlassen. Kurz noch das Navigationsgerät auf den „Potsdamer Platz“ eingestellt, im Autoradio einen Musiksender ohne Werbeunterbrechung gesucht und die Klimaautomatic auf eine angenehme Temperatur eingestellt. Es regnet leicht, aber ich komme gut voran, denn der Wagen liegt gut auf der Straße. Autofahren entspannt mich ungemein und wie jeder Künstler benötige auch ich eine Konzentrationsphase vor meinem Akt.

 

In Berlin angekommen, mache ich einen Abstecher in die Katakomben der Spielbank. Man ist das bedrückend denke ich beim Anblick des Automatenspielsaals und ab geht es in die obere Etage. Meine Rolle ist mir klar und ich bitte den Saalchef, den BlackJack-Tisch für mich zu öffnen. Am Tisch wechsele ich 1000,- Euro gegen Jetons in 50er Stückgröße und beginne mein Spiel. Die Basisstrategie ist mir nicht unbekannt und doch wogt das Spiel hin und her. Ich komme in eine längere Verlustphase, aber ich werde nicht unruhig. Genau diesen Moment habe ich einkalkuliert. Nur noch zwei Jetons vor mir liegend, sage ich: „Einen Moment, ich muss mir neues Kapital besorgen.“ Der Croupier grinst mich an, stellt aber dennoch ein Reservierungsschild auf meinen Platz und ich wechsele an den Roulettetisch. Ein kurzer Blick genügt mir und ich weiß, es kommt die „2“. Schnell lege ich zwei 500,- Euro Scheine auf das erste Dutzend. „Scheine spielen erstes Dutzend!“ sagt der Tischcroupier pflichtgemäß an, überprüft das Geld auf Echtheit und wechselt es ein. Danach legt er den 1000er Jeton auf das Tableau. Ich denke mir: „Du musst gleich noch zwei Platten drauflegen!“ und bestimmungsgemäß fällt die Kugel in das Fach mit der schwarzen „2“. Ich nehme Einsatz und Gewinn und wechsele zum BlackJack-Tisch zurück. „Da bin ich wieder!“ erkläre ich freudestrahlend und wechsele 1000,- Euro in eine kleinere Stückgröße. Mein Blackjack-Spiel geht weiter.

 

Kurze Zeit später setze ich eine konzentrierte Miene auf und springe vom Blackjack-Tisch auf. Zügig begebe ich mich an Roulettetisch 2, schaue auf mein kleines Geheimnis, um schließlich 500,- Euro auf die Transversale Plein 19/20/21 zu setzen. „19, Rot, Impair, Passe, Zwei Stück aus der großen Serie, keine weiteren Annoncen!“ die Antwort des Croupiers schien auswendig gelernt. Schließlich bemerkt er meinen Einsatz und zieht kurz die Augenbrauen hoch. Für einen echten Croupier ist das schon ein überschwänglicher Anfall von Emotionen. Er bezahlt mich und ich gehe zurück an meinen Platz am BlackJack-Tisch. Dort angekommen meinte ich nur: „Intuition, eigentlich bin ich BlackJack-Spieler.“ „Vielleicht sollte der Herr doch lieber Roulette spielen.“ frotzelt der Croupier. ‚Du kannst mich mal, ich spiele nur Roulette’ denke ich mir, aber meine Rolle gefällt mir.

 

Jetzt erhöhe ich auf 200er Stückgröße beim BlackJack und wie es der Zufall will, gerate ich in eine Gewinnserie. Oft lasse ich Einsatz und Gewinn stehen und spiele Paroli. Ob ich beim BlackJack verliere, ist mir egal. Ich gewinne woanders ganz sicher. Aber der BlackJack-Gott ist sehr gnädig. Streng nach Basisstrategie mache ich einen ordentlichen Schnitt. Es gesellen sich andere Spieler an den Tisch und für mich ist es Zeit, eine Pause zu machen. ich gönne mir einen leckeren Snack, nämlich Caesar Salad Classic mit gebratenen Riesengarnelen.

Mir fällt ein junger Mann auf, der mit der Martingale sein Glück versucht. Ich fühle mich in meine Anfangszeit zurückversetzt und schaue ihm ein wenig zu. Ich weiß, er wird noch ein wenig gewinnen, das kann ich an meinem Permanenzzettel abschätzen. Doch schließlich gerät er in eine Rot-Serie und setzt dagegen. Er verliert alles, seine Gewinne und sein Spielkapital. Hoffnungslos mit Händen in den Taschen steht er ein wenig abseits. Ich weiß, wie sich solche Spieler fühlen. Du gehst nicht sofort nach Hause, das würde zu sehr nach Niederlage aussehen. Nein du wartest einen vermeintlich günstigen Moment ab und schleichst dich aus der Spielbank.

Aber ich fange ihn ab und lade ihn auf ein Getränk ein. Er lehnt ab, ich bleibe dran und bitte ihn, bei einem Pils kann er mir mal seine Spielweise erklären. Es fällt dem jungen Mann schwer, meiner Bitte zu folgen. An der Bar angekommen, lockere ich die Atmosphäre ein wenig auf und erzähle von mir, wie lange ich schon spiele und was ich schon alles erlebt habe. Er erklärt mir die Martingale, ruhig lasse ich ihn ausreden und stelle ihm die alles entscheidende Frage: „Warum glaubst du, aus den bereits gekommenen Zahlen schließen zu können, was jetzt kommt? Die Wahrscheinlichkeit, ob Rot oder Schwarz kommt, ist bei jedem Coup gleich.“ Er schaut mich verständnislos an und ich erkläre es ihm.

 

Ich sehe den Ärger über sich selbst in ihm hochsteigen. Ich drücke ihm einen 100er Jeton in die Hand und sage zu ihm „Bitte an Tisch 2 auf die 36, den Gewinn kannst du behalten!“ Sein Gesicht werde ich nicht so schnell vergessen, wie ferngesteuert steht er auf und setzt schließlich den Jeton auf die „36“, anschließend schleicht er zum Kessel und schaut der Kugel bei ihrem Lauf zu. Ich weiß, was kommt, nämlich die „36“. Der Croupier macht seine Ansage: „36, Rot, Pair, Passe, zwei Stücke aus der kleinen Serie, ein Stück aus 27-Zwo-Zwo. Keine weiteren Annoncen“. Ungläubig kommt der junge Mann mit seinem Gewinn auf mich zu, „Ich darf das wirklich behalten?“ und ich antworte: „Ja, aber nur, wenn du diesen Blödsinn mit der Martingale lässt.“ Er fragt mich nach meinem System und ich muss ihm antworten, dass ich kein System habe. Ich gebe ihm den Tipp mit diesem Forum hier und hoffe, dass er danach das Spielen lässt oder zumindest überdenkt.

Zeit für die nächste Runde BlackJack und ich kämpfe mich zum Tisch. Alle Plätze sind besetzt und so muss ich aus der zweiten Reihe mitspielen. Ich frage laut, wer hier am Tisch nach Basisstrategie spielt und ob derjenige ein Problem damit hätte, wenn ich seine Box mitspiele. Ein Mann in meinem Alter nickt mir kurz zu und unser Pakt ist geschlossen. Es kommt mir sehr entgegen, dass ich aus der zweiten Reihe spiele, denn so kann ich mich geräuscharm zu meinen Roulettetischen gehen und dort meine Gewinne abholen.

 

Ich spiele klein, mal 1.000,- auf Dutzend, mal je 1.500,- auf zwei Kolonnen, mal ein Transversalenspiel a 500. Regelmäßig kehre ich an den BlackJack-Tisch zurück, wo ich für Außenstehende erkennbar die meiste Zeit verbringe.

 

Den Abend beende ich schließlich mit einem Gewinn von knapp 50.000 Euro. An der Kasse bemerke ich, dass es heute sehr gut bis ausgezeichnet gelaufen ist und hinterlege meine Bankverbindung, weil ich mit soviel Geld nur ungern unterwegs bin. Auf der Autobahn muss ich mich zwingen, ruhig zu bleiben. Gedanken schießen mir durch den Kopf, fast hätte ich mein Spiel verraten, fast wäre ich gierig geworden. Ich hatte mich wirklich dabei ertappt, hier mal so richtig abzuräumen. Ich bin sauer auf mich selbst und auch wenn es schwer fällt, verordne ich mir einen Tag Gewinnpause.

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4. Tag
– Besuch bei Freunden

Es ist Freitag und ich konnte meinen Chef überreden, dass ich für geleistete Überstunden frei bekomme. Ich packe meine Tasche fürs Wochenende, denn ich möchte meine Freunde in Bonn besuchen. Das passt, denke ich mir und gleich drei Spielbanken im Einzugsgebiet Ich mag solche Wortspiele, denn Einziehen werde ich bestimmt etwas und ich packe mir vorsichtshalber nicht nur die Permanenzen für Hohensyburg, Aachen und Bad Neuenahr ein, nein auch noch für Duisburg.. Okay, was habe ich vergessen? Richtig, eine CD-Auswahl für unterwegs. Und schon geht es in Richtung Rheinland. Ich merke, ich fahre antizyklisch, denn mir kommen eine Menge Fahrzeuge entgegen, wahrscheinlich alles Pendler die nach Hause wollen.

Ich habe meine Freunde schon sensibilisiert und sie wollen wirklich mit mir in eine Spielbank gehen. Es ist schön, Freunde zu haben, die dem Spiel nichts abgewinnen. Aber im eigentlichen Sinne spiele ich nicht, denn ich kenne bereits die Zahlen des Abends. Wir haben uns für Neuenahr entschieden und die 50 Kilometer sind schnell zurückgelegt. Selbstverständlich übernehme ich alle Unkosten oder sollte ich besser sagen, ich gehe in Vorleistung? Denn nur ich weiß, wer wirklich die Rechnung des Abends bezahlt. Ich hatte mir natürlich vorher Gedanken gemacht, wie ich meinen Freunden die Gewinne erklären soll, doch alles zu seiner Zeit.

Wir schauen uns ein wenig um und ich schnappe mir ein Permanenzblatt der Spielbank zum Mitschreiben. Ich tue so, als ob ich die gefallenen Zahlen notiere, in welche Richtung die Kugel geworfen wurde und welche Wurfweite sich ergibt. In der letzten Spalte notiere ich irgendwelche Besonderheiten. Anhand meiner Vorbereitung weiß ich, wann der Croupier besonders gleichmäßig wirft und identische Wurfweiten produziert. Meine Freunde interessiert es nicht, was ich mir da notiere. Ich weiß, welche Zahlen kommen und damit auch meine Gelegenheit. 5/8/28/7/36/27/9/14 sind die kommenden Zahlen. Nach der „28“ steige ich ein und annonciere: „7 ZwoZwo a 50 bitte.“ Der Croupier wiederholt brav meine Ansage und weil noch genug Zeit ist, setzt er die Stücke aus.

Am Tisch ist nicht viel los und auch sonst habe ich den Eindruck, meine Stückgröße für Pleinsätze ist nicht selten. Gut so, das kommt mir entgegen. Erwartungsgemäß kassiere ich für meinen Treffer einen Gewinn in Höhe von 1.750,- Euro, das Einsatzstück bekommen die Angestellten. Der Croupier wartet kurz auf meine Ansage, ich schaue ihm tief in die Augen und frage ihn, ob er nicht eine Idee hätte. Die Standardantwort auf diese Frage kennt jeder Spieler und so entgegne ich: „ Na wenn Sie schon keine Idee haben, dann habe ich auch keine!“. Ich warte ab, bis er die „36“ wirft, um danach gleich die „13“ und ihre beiden Nachbarn mit 200,- zu belegen. Diesmal setze ich selber aus. Der Croupier dreht ab und wirft die Kugel ein, wie ich es schon unzählige Male gesehen habe. Es herrscht Ruhe am Tisch und die Absage nehmen alle gelassen entgegen.

Auch nach der Absage werden Einsätze zumindest geduldet, nur sollte es der ältere Herr im hellen Sakko nicht übertreiben, denke ich mir. „27, Rot, Impair, Passe, drei Stücke aus der Kleinen Serie. Keine weiteren Annoncen.“, der Croupier scheint mit seinem Wurf zufrieden zu sein. Ich bekomme 7.000,- Euro in Jetons ausgezahlt und jetzt werden auch meine Freunde auf mich aufmerksam. „Wahnsinn!“ höre ich von Oliver, „Wie machst du das nur?“ Und ich antworte ihm ausweichend: „Schau mal auf die Permanenz!“ Was ich damit meinen würde, schließlich versteht Oliver nicht sehr viel vom Spiel. Ich erkläre ihm, dass ich auf Wurfweitenwiederholung spiele. Die „8“ liegt in der Nähe der „5“, die „7“ liegt gleich neben der „28“ und wie die „36“ und die „27“ zueinander stehen, wird er schon selber herausfinden. „Und was ist mit den anderen Zahlen?“ fragt Oliver? Ich sage zu ihm: „Das funktioniert nur, wenn der Croupier in Uhrzeigersinn dreht. „Aha“ bekomme ich zur Antwort, so ganz verstanden hat er mich nicht.

Nun landet die Kugel in der „9“ und ich frage meinen Freund, was er nun spielen würde. Er meint: „Nach deiner Theorie die 9 und die anderen Zahlen um die 9.“ Ich nicke, setze und gewinne. „Es reicht,“ sage ich zu meinen Freunden, „vielleicht spielen wir nachher noch mal, jetzt lade ich euch zum Essen ein.“ Vergnügt verlassen wir den Saal.

Für diesen Abend hatte ich mir mehrere Permanenzabschnitte herausgesucht, wo ich mit einem Wurfweitenmodell gewonnen hätte. Ich habe gesetzt und jedem, der es wissen wollte, mein Wurfweitenmodell auch erklärt. Einmal hab ich sogar besonders hoch gesetzt und absichtlich verloren. Warum nicht auch mal zeigen, dass so etwas nicht immer funktioniert. Am Ende des Abends waren wir uns einig, am Samstag der Domstadt Aachen einen Besuch abzustatten. Ich mag es nicht, meine Freunde anzulügen und ich habe meine Spielerklärung auch nicht als Lüge angesehen.

Bad Neuenahr strahlt eine gewisse Sattheit aus, alles sehr prunkvoll eingerichtet um die unerfahrenen Spieler zu blenden. Ich habe mir erlaubt, mir diesen Abend mit 75.000,- vergüten zu lassen. Meine Freunde trauten sich nicht zu setzen. Das ist gut so, denn ich will sie nicht zum Spielen verführen.

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Besuch bei Freunden ???

 

Aha.....oho......

 

Darf ich bekannt machen.....

 

Erzähler:

Märchenonkel Rouladenexperte ( Auch als Märchenfiege bekannt )

 

Die Mitwirkenden.....( oft sind diese frei erfunden...oder aus alten Tagen lange laaaange vor unserer Zeit )

 

"Die Freunde"

 

Die Gebrüder Grimmig

Ali Baba und die 40 Looser

Hans Christian Rouladensen

 

oder kurz:

 

Märchen aus 1001.Verlierer-Nacht

 

Aber Vorsicht !

 

alle ohne Happy End............(und immer kommt der Rouladenexperte darin vor)

 

Wahrlich Kinder....zum Einschlafen .........

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An die Administration/Moderation des Forum

 

Ich bitte diesen/meinen und den Vorbeitrag von Mitglied bingoringo

aus diesem Thread zu entfernen.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende, und es wäre doch schade,

wenn sie durch solche Mitglieder unterbrochen würde

 

Gruss in Forum

 

Ernst Fiege

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5. Tag
– Der Kaiser von Aachen

 

Meine Freunde und ich haben den Tag genossen, Frühstück mit Rheinblick und anschließend legten wir eine Wellness-Etappe im Mediterana in Bergisch Gladbach ein. Eigentlich bin ich nach einem Thermenbesuch richtig schlapp und antriebslos, doch meine Freunde fiebern unserem Besuch in Aachen entgegen. Das ist ausreichend Motivation für mich. Während der Fahrt schwätzelten wir, die Was-Wäre-Wenn-Phantasien kennt jeder und es entstehen die abenteuerlichsten Ideen. Oliver und seine Freundin wollen unbedingt mal Luxus-Urlaub machen, Karsten will sich ein größeres Motorrad kaufen und seine Sabine ist ebenfalls begeisterte Bikerin. Innerlich notiere ich die Wünsche meiner Freunde und schätze ab: ‚Banyan Tree an der Anse Intendance auf Mahé mit Abstechern nach Praslin und La Digue für zwei Personen – 30.000,- Euro. Die neue Suzuki GSX-R 1000 mit ein wenig Schnick-Schnack ebenfalls 15.000,- Euro.

Mein Ziel steht fest!’ Wir kennen uns jetzt schon seit zehn Jahren und es wird Zeit, auch mal Dankeschön zu sagen.

 

Im Casino angekommen – und die Ladys meiner Freunde hatten sich richtig chic gemacht – schauten wir erst ein wenig beim Pokern zu. Als es uns zu langweilig wurde, erzählte ich von meinem ersten Casinobesuch überhaupt. Der war nämlich 1992 in Aachen und ich erinnere mich noch ganz genau. Ein Kollege von mir ging damals regelmäßig abends ins Casino und erzählte anderntags von seinen Gewinnen. Die unschlagbare Martingale war sein Geheimrezept und damals war ich echt unbeleckt in diesen Sachen. Ich kaufte mir bei C&A ein dunkelrotes kariertes Sakko und eine Polyester-Krawatte. So ausgestattet ging es an einem Samstag in das Casino. Ehrfurcht befiel mich und ich habe mich wie ein kleines Licht gefühlt. Damals verfolgten wir die Permanenzen und nach dreimal Rot setzten wir Minimum auf Schwarz. Mein Herz schlug bis zum Hals, als ich meinen ersten Einsatz tätigte und ich verlor. Also setzte ich noch mal doppelt auf Schwarz und gewann schließlich. Ich gewann damals 50,- DM und ich konnte dem Roulettespiel gar nichts abgewinnen. Was ich damals nicht wusste, bis zu meinem nächsten Spielbankbesuch sollten 8 Jahre vergehen.

 

Wir lachen herzlich, als ich meinen Freunden das Prinzip der Martingale erkläre. Ich erhebe dennoch den Zeigefinger und warne vor diesem Spiel. Es kann lange gut gehen, aber auch sehr schnell schief. An der Kasse tausche ich 2.000,- Euro in 100er Jetons um und gebe jedem meiner Freunde 5 Jetons. Die erklären mich für verrückt, aber ich mache ihnen den Vorschlag, entweder selber die Jetons zu verspielen oder nach meinen Anweisungen zu setzen. Letzterer Vorschlag wird angenommen und ich ziehe mich ein wenig zurück. Wie ein Dirigent teile ich jedem Pärchen einen Spieltisch zu und beginne piano. Oliver bekommt die Anweisung, 200 auf das dritte Dutzend zu setzen und seine Stefanie soll auf die letzte Kolonne setzen, „36“ und Treffer. Karsten und Sabine setzen 200 Euro überschneidend auf die Transversalen Simple „10/15“ und „13/18“, es kommt die „14“. Gewinnen macht Spaß, ich sehe es den Vieren an und überlege, sie nicht auch mal verlieren zu lassen. Zwischendurch behaupte ich, dass ich keine Idee habe, was zu setzen wäre. So habe ich Zeit, ihnen den Kessel und das Tableau näher zu erklären. Karsten und Oliver sind naturgemäß aufgeschlossener und verstehen sofort, was Kleine Serie, Zero-Spiel, Große Serie und die Orphelins bedeuten. Den Mädels genügt es, über die Finale-Spiele Bescheid zu wissen. Mit diesen Erkenntnissen schicke ich sie nun als Einzelkämpfer an die Tische zurück und kann sie ganz konkrete Zahlen spielen lassen.

 

Stefanie traut sich nicht so richtig, ganze 100er Jetons nur auf eine Zahl zu setzen. Ich kann sie verstehen, sie ist Krankenschwester und 100 Euro sind für sie viel Geld. Ich beruhige sie und sage, 1.000,- Euro darf sie auf jeden Fall behalten auch wenn sie verliert. Sie wird nicht verlieren, das weiß ich. Ich spiele mein Konzert, lasse Finale-Schnaps setzen, lasse Kleine Serie spielen, lasse die Waisen nicht unberücksichtigt und liebe den Doppelschlag. Die Vier kommen aus dem Staunen nicht heraus und fragen mich, warum ich nicht spiele? Ich entgegne, dass ich doch schon gestern genug gewonnen hätte und ich nicht gierig bin. Okay, das war gelogen, aber ich hab doch trotzdem meinen Spaß.

 

Nachdem jeder so um die 10.000,- Euro gewonnen hat, verkünde ich, dass jeder nur noch einmal setzen darf. Karsten ist der Erste und er soll bitte die „9“ setzen. „Aber die kam doch schon zweimal und überhaupt kam das erste Dutzend fünfmal hintereinander. Jetzt muss doch mal was anderes kommen?“ Aber ich dulde keinen Widerspruch: „Was habe ich vorhin erklärt? Du kannst nicht aus dem, was gekommen ist schließen, was jetzt kommt oder was gar nicht kommt. Willst du gewinnen?“ und er setzt 400 auf die „9“. Karsten gewinnt und ich bitte ihn um Entschuldigung, dass ich eben so harsch gewesen war. Der Gewinn ist genug Schmerzensgeld.

 

Jetzt schicke ich seine Sabine an die Front mit dem Tipp, dass die „26“ kommt. Sabine denkt sicherheitsbewusst und setzt nicht nur die „26“ sondern auch noch die beiden Nachbarn aus. ‚Unnützer Umsatz’, denke ich mir, halte mich jedoch zurück. Fasziniert schaut Sabine in den Kessel und ich denke, Karsten ist schon ein Glückspilz, so eine attraktive Lady und die beiden werden einen tollen Urlaub auf den Seychellen haben. Rhrhrhrhrhr – dreht die Kugel ihre Runden und Sabine schaut wirklich skeptisch. Tock-Tocktocktocktock – ich höre förmlich, wie widerwillig sich die Kugel in Richtung Zahlenkranz bewegt um es sich schließlich schwerfällig in dem Fach mit der „26“ bequem zu machen.

 

Anfängerhaft kann Sabine ihre Freude nicht unterdrücken und nimmt deshalb auch allen Gewinn und den Einsatz vom Tisch. Ich frage sie: „Hast du nicht was vergessen?“ und plötzlich fällt es ihr wieder ein. Sie geht zurück zum Tisch und will dem Croupier einen 500er Jeton in die Hand geben. Wie süß denke ich und der Croupier muss ihr höflich verständlich machen, dass sie den Tronc bitte auf den Tisch legen soll. Sabine ist richtig aufgeregt und es wird Zeit, unser Spiel zu beenden.

 

Ich instruiere Stefanie, an Tisch 1 bitte die “20“ zu spielen. „Warum?“ fragt sie mich und es ist typisch, denn Stefanie will immer alles ganz genau wissen. Ich sage ihr: „Weil Oliver dich mit 20 Jahren kennengelernt hat!“und grinse sie an. „Was für ne bescheuerte Begründung.“ sagt sie und lacht ebenfalls. Der Croupier dreht an und ich ermahne sie mit Handzeichen, endlich zu setzen. Gerade noch rechtzeitig vor der Absage platziert sie ihr Stück auf die „20“. Ich glaube ja, sie hat mit Absicht so lange gewartet, um mich zu ärgern. Ich sehe es sportlich. Selbstverständlich gewinnt sie und erinnert sich noch rechtzeitig an Sabines Fauxpas. Der Troncbehälter ist um ein weiteres Stück voller. Zurück an unserem Tisch müssen sich Sabine und Stefanie sofort über ihre eben gewonnenen Eindrücke austauschen.

 

Als Letzten schicke ich Karsten an einen der Tische. „Hast du gut aufgepasst?“ frage ich ihn wie einen Lehrer. Genau diesen Vorwurf bekomme ich gerechterweise zurück. „Selbstverständlich Herr Oberlehrer!“ und das saß. „Okay, machen wir es kurz, ich würde auf die „16“ setzen.“ Ich weiß, mit Oliver muss ich nicht lange diskutieren. Er setzt die „16“, der Croupier überprüft die Höhe der Einsätze und beginnt mit dem allseits bekannten Ritual. Er nimmt die Kugel aus dem Kessel, dreht in die entgegengesetzte Richtung und wirft in Höhe der vorher gekommenen Zahl ab. „16, Rot, Pair, Manque. Zwei Stücke aus 5-ZwoZwo. Ein Stück aus 33-ZwoZwo. Keine weiteren Annoncen!.“ Oliver kommt mit seinem Gewinn zu unserem Tisch zurück.

 

Da liegt er nun der Jetonstapel und ich lasse die Bombe platzen. „Weil ihr so erfolgreich gespielt habt, teilt ihr bitte den Gewinn untereinander auf.“ Ich sehe ihre Fassungslosigkeit, klar hatten sie mit einer kleinen Gewinnbeteiligung gerechnet. Aber nicht mit meiner Großzügigkeit. „Soviel Geld!“, „Das können wir nicht annehmen.“, „Du bist verrückt“, waren nur die harmloseren Reaktionen. „Nun beruhigt euch mal, ihr beide wollt doch chic Urlaub machen und Seychellen kosten nun mal. Und du Karsten schläfst doch schon mit dem Motorrad-Prospekt. Erfüllt euch eure Wünsche, Geld ist zum Ausgeben da und wenn ich das so richtig überblicke, bleibt sogar noch was für die Urlaubs- und Benzinkasse übrig. Ende der Diskussion.“ entgegne ich, „Machen wir uns auf den Heimweg.“ Ich teile den Jetonstapel gleichmäßig auf und wir verlassen den Spielsaal in Richtung Kasse. Ein schöner Abend und ich weiß, die vier werden eine schlaflose Nacht haben.

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....und wenn sie nicht gestorben sind.........dann lallen sie noch heut mein Kind !!!

 

 

So liebe Kinder gebt fein acht......

Rouladenmann wird ausgelacht.....

 

Sein Laden hamse zugemacht.....

da hat er sich was augedacht......

 

Er kam ins Forum reingekracht.....

und hat dann dort viel Mist gemacht.....

 

dafür...das hätt er nicht gedacht.....

wird ihm viel Spott entgegeg'bracht....

 

Er will einfach nicht schaffen gehn....

will andern auf die Nerven gehn....

 

Der Mann hat weder Gut noch Moos....

bei ihm ist einfach gar nichts los....

 

Er ist,da wird ihm niemals bang....

immer noch auf Dummenfang......

 

Ob jemand je so dumm sein kann....

und reinfällt.........auf den Rouladenmann ???

 

Und die Moral von der Geschicht.......

Nö....den Rouladenmann den braucht man nicht....

 

Oder

 

Klapsmühl mach die Pforten auf.....

Rouladenmann ...naht .... er kommt im Dauerlauf !

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Es ist leider nicht von mir. :naughty:

 

Es stammt von einem Schreiber eines Internetforums,

und ich warte gerade selbst auf die Fortsetzung.

 

Es handelt sich bei dem Schreiber um einen, der weiss

um was
und
wie was
funktioniert.

 

Ob er aber am Geschichtsende noch etwas gutes am Roulette

gelassen hat, wage ich fast zu bezweifeln.
:(

 

Schaun wir mal wie es weitergeht

 

Ernst

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@ heador112

 

besten Dank für den Applaus....

denn ohne den komm ich nicht aus.....

 

Rouladenmann nun nicht mehr da....

das halbe Forum ruft Hurra.....

 

Doch ob man dem Manne trauen kann....

nun,wir warten ab und sehens dann....

 

Denn eines das ist sonnenklar und fix....

der Rouladenmann der war doch nix....

 

Der wollt nur unser Bestes haben.....

wollt sich an unsrer Kohle laben....

 

Roulette spielen wollt er wie es ihm gefällt....

natürlich nur mit unsrem Geld.....

 

Denn eigenes das hat er nicht.....

auch wenn er noch so viel verspricht....

 

Das bisschen eigne Moos hat er verzockt.....

das er selbst sich eingebrockt....

 

Nun rennt er in der Welt umher....

und fragt sich wo krieg ich Kohle her....

 

Normale Arbeit ist ihm fremd....

nur Schnorren kann er ungehemmt....

 

Doch die Zeiten die sind hart.....

versuchst du es auf die Rouladenart....

 

Da hauts den Fiege dann vom Hocker....

denn das Geld sitzt nimmer locker....

 

Ihm bleibt dann nur das eine nur.....

die Arbeitsagentur !!!

 

Ende..........

 

Ach noch zum Schluss.....

Rouladenmaxe....

An Roulette etwas gutes lassen ???

Was soll das denn ??

Wer interessiert sich schon für Roulette ???

Ich nicht....!

Das ist was für Spieler........

Wer will soll spielen...........von mir aus......hahahahaaaaaa.......

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